1. FC Kieselbronn - Festakt zum 100-jährigem Vereinsjubiläum

Berichte aus der PZ von Martin Schott

Tag 1: Joe Williams Band



Lange hatte man sich auf das große Ereignis vorbereitet, nun hieß es "Jetzt geht's los" beim 1. FC Kieselbronn. Nach feierlichem Festakt im Juni und Sportfest im Juli erreichten die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Fußballclubs mit dem viertägigen langen "Festwochenende" ihren Höhepunkt. Das Fußballgelände zwischen Kieselbronner Festhalle und Heinloch-Stadion wurde mit Buden und Ständen zum Festplatz mit regelrechten Jahrmarktsqualitäten umgestaltet. Im Mittelpunkt das große Zelt, das auf dem alten Fußballplatz aufgestellt wurde und weit über 1000 Besuchern und einer großen Bühne bequem Platz bietet. Der Platz wurde auch benötigt, denn das Festwochenende zog Scharen von Besuchern an.



Den Auftakt machte das Konzert der "Joe Williams Band" aus München, seit zwanzig Jahren eine feste Größe der Partymusik-Szene in Süddeutschland. Klassiker aus Rock und Pop und praktisch allen musikalischen Genres der letzten Jahrzehnte bildeten das "Geburtstagsständchen" für den Verein und die Gäste im vollbesetzten Zelt. Bandleader Joe Williams am Schlagzeug, Sängerin Bine und Frontmann Steve stellten schnell fest: "Hey, das geht ab, wir feiern die ganze Nacht!". Gemeinsam mit Charly (Saxofon), Enzo (Gitarre), Wolfgang (Keyboard) und Georg (Bass) sorgten sie für vier Stunden erfrischender Musik im Festzelt und schöpften aus ihrem sprichwörtlichen umfassenden Fundus "von Abba bis Zappa". Ruhig dasitzen und zuhören ist nicht angesagt, wenn die die Joe Williams Band spielt. "Wir machen Musik, die zum Mitmachen und Mitsingen animiert", sagt der Bandleader und der Funke springt gleich über beim Kieselbronner Geburtstagfest des Fußballclubs.

Schnell fühlt sich die Tanzfläche zwischen dem bestuhlten Teil des Zeltes und der Bühne. "Rutscht doch alle noch ein paar Meterchen nach vorne", ermuntert Sängerin Bine. Und wer nicht tanzen möchte, der kann immerhin am Platz noch Mitklatschen und Mitsingen. "Wir hatten jede Menge Spaß miteinander", konnte Joe Williams zu vorgerückter Stunde feststellen. Ein gelungener Beginn des Jubiläumsfestes, da waren sich alle einig.




Tag 2: Wetten dass ...

"Wetten, dass ...?" zu Gast in Kieselbronn: Nicht das Original mit Gottschalk, aber eine originelle Variante der Show bildete einen weiteren Höhepunkt des Jubiläumswochenendes zum 100-jährigen Jubiläum des 1. FC Kieselbronn.

Der ganze Ort hatte mitgewirkt, über Monate Wettideen gesammelt und an launigen Show-Acts gebastelt. So entstand ein richtiges Unterhaltungshighlight und brachte den vielen Zuschauern im Festzelt einen "echt unvergesslichen Abend", wie FCK-Vorstand Andreas Fritsch zutreffend feststellte.

Durch Beifallsmessung per Dezibelmessgerät wurde Dominik Burger zum "Kieselbronner Wettkönig" gekürt. Der 21-jährige Radfahrkünstler vom RMSC Ölbronn hatte mit seinen akrobatischen Fahrradkünsten beim "Bike-Trial" für Begeisterungsstürme gesorgt. Die Außenwette auf dem Fußballplatz war per Schaltung ins Festzelt übertragen worden.

Frederik Hilke, Kieselbronner Rundfunkmoderator bei einem Stuttgarter Sender, übernahm die Rolle Gottschalks und führte durch die dreistündige Show, die von der Pforzheimer Coverband "The Gang" mit erstklassiger Musik begleitet wurde. Als "das Team, das Kieselbronn zusammenhält", begrüßte Hilke Schultes Heiko Faber und Pfarrer Markus Mall, die als Wettpaten auf seiner Couch Platz nahmen. "Der lässigste Pfarrer auf der ganzen Welt", bekannt als KSC-Fan und der "coole Bürgermeister und VfB-Anhänger" mussten in einer "Fanwette" ihre Kenntnisse über die jeweils andere Mannschaft unter Beweis stellen. Faber gewann und Mall wurde zur persönlichen Maximalstrafe verurteilt: eine Stunde lang öffentlich ein VfB-Trikot zu tragen.

Als weitere Wettpaten nahmen die Enzkreis-Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) auf der Bühne Platz. Lange musste das Publikum auf die Bundesligaspieler Christian Eichner und Vedad Ibisevic warten, aber schließlich kamen sie doch. Vor allem von den jungen Fußballfans wurden die beiden Bundesligaspieler von der TSG 1899 Hoffenheim begeistert begrüßt, die gerade noch die Einlösung der "Brautwette" erleben konnten. Pfarrer Markus Mall war es gelungen, die beiden Kieselbronnerinnen Stefanie Kreutel und Melanie Grauberger, die er Stunden zuvor in der Kirche getraut hatte, von ihren Hochzeitsfeiern loszueisen, im Brautkleid ins "Wetten, dass ..?"-Festzelt zu bringen und selbst den Talar anzulegen.

Als erste hatte die zehnjährige Julia Bücking ihre Wette gewonnen und, assistiert von Maite Coblenzer, in zwei Minuten zehn Handstände in einem Mülleimer zuwege gebracht. Lachsalven löste die "Waden-Wette" aus, die Oskar Klemm für den Kieselbronner Kleintierzüchterverein vorstellte. Seine Ehefrau Brigitte, Gemeinderätin in Kieselbronn, werde die "strammen Waden" von Schultes Heiko Faber durch Ertasten erkennen können. Und tatsächlich fand sie unter elf Beinpaaren, die die Kieselbronner Gemeinderäte zur Verfügung stellten, die richtigen heraus.

Textsichere badische Sänger

Der Chor "Komet" des Liederkranzes Kieselbronn wettete, 25 Strophen des "Badnerliedes" auswendig zu kennen und aus dem Stand heraus singen zu können. An vier Strophen wurde es getestet, dann hieß es "Wette gewonnen".

Zwischen Wetten und Musik unterhielt die "Blue-White-Men-Group" des Kieselbronner Fußballnachwuchses und die "Line-Dance-Group" der "Diggers" aus Pforzheim. Einen gelungenen Show-Abschluss lieferte Gemeinderat Thomas Kraus, der als brillanter "Horst-Schlämmer"-Imitator die Politik auf die Schippe nahm.

Der Abschluss des Abends bildete die Band "The Gang".







Tag 3: Gottesdienst/Familientag

Der dritte Tag des Jubiläumswochenendes gehörte den Familien mit einem ökumenischen Gottesdienst zum Abschluss der Kinderbibelwoche durch Pfarrer Markus Mall, einer Spielstraße für Kinder, Figurentheater und Tanzmusik am Abend mit den "TOPS".













Tag 4: Zeltbesen

"Zeltbesen" zum Kehraus bei Kieselbronns Kickern

Mit einer weiteren originellen Attraktion hat der 1. FC Kieselbronn am vierten Tag seiner großen Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Vereins aufgewartet. Das große Festzelt auf dem Fußballplatz war komplett in eine Besenwirtschaft verwandelt worden - in einen "Zeltbesen".



"Ab sechs Uhr in der Früh ist umgebaut und dekoriert worden", sagt Andreas Fritsch, Vorsitzender des Fußballclubs. Blickfang ist das Große Weintor, sechs Meter hoch und acht Meter breit, durch das man den "Besen" betritt. Bernd Coblenzer, rühriger Vorsitzender des Eventausschusses, hatte die Idee, die mit Hilfe eines Gerüstes und einer von einem versierten Bühnenmaler gestalteten Leinwand ins Werk gesetzt wurde. In der Zeltmitte lud die Weintheke zum Verkosten feiner Tropfen ein. Alles heimische Spezialitäten, vom Riesling Kabinett bis zum trockenen Barrique-Spätburgunder.

"Die Idee, zum Abschluss des Festes einen Thementag zu machen, der sich dem beliebten Besen widmet, hat voll eingeschlagen", freuen sich Fritsch und Coblenzer über die große Besucherzahl. Die wurde auch angelockt durch die herzhaften Gaumenfreuden, die Küchenchef Ingomar Kolonko, inspiriert von der Idee des "Zeltbesens", auf die Tische brachte. Darunter war auch eine "Schwäbische Lumpasupp". Dahinter verbirgt sich gehaltvoller Wurstsalat.

"Die Bezeichnung 'Lumpasupp' stammt aus einem uralten Kochbuch", sagt Kolonko, und verrät die wesentlichen Zutaten: Schwartenmagen, Lyoner, Käse, Essig, Öl, ein bisschen Senf und viele, viele Zwiebeln.







Tag 4: AH-Plattenpokal

Entscheidung am Elfmeterpunkt

Nach der Tabellenführung der ersten Mannschaft in der Landesliga seit diesem Wochenende und dem Sieg im "Plattenpokal im Juli konnte der 1. FC Kieselbronn am letzten Festtag einen weiteren Erfolg verbuchen. Aus den Händen des Fußballkreis-Vorsitzenden Gerhard Schwörer ging der "Plattenpokal der Alten Herren" an die Spielgemeinschaft Dürrn-Kieselbronn, die mit 4:1 im Elfmeterschießen nach vorherigem 0:0 gegen den FC Bauschlott gewonnen hatte. Dritter wurde der Fußballverein Göbrichen.

Zwei Legenden

Zwei Kieselbronner Fußball-Legenden zeichnete FCK-Vorsitzender Andreas Fritsch für ihren beispiellosen sportlichen Einsatz aus. Martin Theilmann und Ralf Bücking haben zusammen schätzungsweise 1500 Spieleinsätze für den FCK absolviert. Martin Theilmann spielt seit 1967 ununterbrochen beim FCK, war bis 1996 in der 1. Mannschaft aktiv und hatte, 49-Jährig, noch in der abgelaufenen Saison einen Einsatz in der 2. Mannschaft. Ralf Bücking, ebenfalls seit Jahrzehnten dabei, hat durch viele Tore einen maßgeblichen Anteil am diesjährigen Aufstieg der 2. Mannschaft und "hängt mit 41 Jahren noch einmal eine Saison in der Kreisliga A dran", so Andreas Fritsch in seiner Würdigung.


Fotoalben der einzelnen Tage

Tag 1:   

Joe Williams Band
  
    Tag 2:   

Wetten, dass ...
  
  Tag 3:   

Gottesdienst/Familientag
  
Tag 3:   

TOPS
  

  
Tag 4:   

Zeltbesen
  
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